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Jede 5. Stellenanzeige ist ein Job im Verkauf, sagt das Jobportal karriere.at.

Kein Wunder also, dass es so viel Literatur zum Thema gibt. 3.357 Bücher bietet Amazon auf Deutsch an. Und das ist lächerlich zum englischsprachigen Angebot: ganze 639.975 Titel stehen dort zur Auswahl, wenn man nach ’Sales’ sucht.

Das beste 1% wären immer noch über 6.000 Bücher. Ein Buch pro Tag für die nächsten 17 Jahre.

 

Angesichts einer ganzen Bibliothek an Verkaufsbüchern drängt sich die Frage auf: Warum gibt es überhaupt so viele?

Wo doch jeder Autor offenbar die perfekte Antwort für den gelungenen Verkauf hat. Warum brauchen wir dann nicht nur dieses eine Buch?

Oder meinetwegen 10 oder 100 Bücher, weil ja mehrere Meinungen nebeneinander stehen dürfen und es auch im Verkauf Spezialisierungen gibt.

Aber viele tausend Bücher? Wozu denn das?

 

Und vor allem: Hat es etwas genützt?

Erstens: Hat es den Verkäufern etwas genützt? Verkaufen die jetzt wirklich besser und erfolgreicher?

Noch wichtiger: Hat es den Kunden etwas genützt? Jenen, zu denen wir selbst die meiste Zeit gehören?

Haben wir das Gefühl, dass es mehr bessere Verkäufer gibt? Dass es wieder Spaß macht, mit Personen zu sprechen, die etwas anbieten?

Hallo, irgendwer?

 

Und was ist die Lösung? Keine Bücher lesen?

Natürlich nicht. Aber die Erwartung sollte stimmen.

Ein paar Gedankenanstöße kann man sich aus Büchern durchaus holen. Gute Ideen mitnehmen, um damit zu experimentieren. Vielleicht sogar die Lösung für das eine oder andere aktuelle Problem. Ein wenig Mut, ein wenig Hoffnung.

Das ist schon mal 30 Euro und ein paar Stunden Zeit wert. Auch viel mehr.

Aber Verkaufen daheim lernen, gemütlich mit dem Kindle auf der Couch?

Geht nicht.

Dazu musst Du raus. Ins Getümmel. Zu all den Verrückten. Dort, wo das Leben tobt.

 

Viel Erfolg dabei!

Euer Alex

 

P.S. Falls das nicht klar rüber gekommen ist: Das hier soll kein Verkaufsbuch-Bashing sein. Ich habe schließlich auch eines zum großen Haufen beigesteuert: Mein Buch .